September 2010

August 2010

Energiewende

Nehmen Sie ein Taxi!

Kommentar von Peter Heller

Erfolgreiche Innovationen lösen die Widersprüche in den Nutzerforderungen nach Robustheit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit kompromisslos auf. Die derzeitige Konzentration staatlicher Fördermittel auf alternative Energien und batteriebetriebene Elektrofahrzeuge berücksichtigt diese Tatsache nicht. mehr

Juli 2010

Doping

Denksport: eine Gesellschaft ohne „Doping“

Analyse von Matthias Heitmann

„Eine Gesellschaft, die einen sinnvollen und aufgeklärten Umgang mit dem eigenen Körper, mit Medikamenten und mit dem menschlichen Streben nach Fortschritt wünscht, sollte sich vom mystifizierenden Doping-Begriff verabschieden“, argumentiert Matthias Heitmann in seinem jüngst erschienenen Buch Mythos Doping. NovoArgumente dokumentiert dessen letztes Kapitel, das sich der Frage widmet, wie eine Gesellschaft ohne den Begriff „Doping“ auskommen kann und wie sie sich dafür entwickeln muss. mehr

Forschung & Innovation

BIG POTATOES

Rede von James Woudhuysen

Von Norman Lewis, Nico Macdonald, Alan Patrick, Martyn Perks, Mitchell Sava, James Woudhuysen. Januar 2010, bigpotatoes.org. In der aktuellen Wirtschaftskrise ist Innovation mehr denn je gefordert. In Politik, Finanzwelt, Gesetzgebung und Verwaltung reagiert man auf ihre Folgeerscheinungen primär mit bürokratischen und technizistischen Regulierungsmaßnahmen. Hier geht es um das Umverteilen knapper Gelder, das Einziehen neuer Kontrollinstanzen zur Überwachung des Finanzverkehrs und das Einstimmen der Bevölkerung auf eine lange Periode sinkenden Wohlstands. Innovation dagegen kann Wohlstand und Chancen für jedermann schaffen. Hier gibt es kein Nullsummenspiel. Wie Ingenieure betrachten Innovatoren Probleme als faszinierende Aspekte der Welt, die es zu untersuchen und zu lösen gilt. Dieses Manifest will das Klima für Innovation verbessern. Wir rufen Sie auf, uns Ihre Gedanken dazu mitzuteilen. mehr

Doping

Lächerlich ernsthaft: Sportbekleidungs-Werbespot für ARD nicht dopingfeindlich genug

Von Matthias Heitmann

Sport ist die ernsteste Nebensache der Welt. Nicht nur, weil es um viel Geld geht, sondern auch, weil in anderen gesellschaftlichen Bereichen – wie etwa in Politik, Schulen und Kirchen – die Produktion von moralisch einwandfreien Vorbildern zum Erliegen gekommen ist. Wo es noch dazu so staatstragend zugeht wie in der ARD, da darf Sport nicht einfach nur Spaß machen oder mit ironischen Anspielungen arbeiten – auch nicht die dazugehörige Werbung. mehr

Editorial

Von Novo-Redaktion

Als wir Ende letzten Jahres auf einer Redaktionskonferenz beschlossen, in den kommenden Monaten „Wachstumsthemen“ systematisch in NovoArgumente zu behandeln und das Online-Debattenforum „Aufbruch nach vorn!“ einzurichten, war uns klar, dass die ökonomische Talfahrt und politische Verunsicherung im Zuge der Finanzkrise zunehmen würden. mehr

Juni 2010

Nachhaltigkeit

Wir schulden der Natur nichts

Von Thilo Spahl

Immer im Herbst ist es so weit. Die Presse wird von der Umweltorganisation Global Footprint Network informiert, dass ab sofort auf Pump gelebt werde, da die ökologischen Ressourcen auf der Erde für das laufende Jahr bereits verbraucht seien. 2009 war der „Tag der ökologischen Überschuldung“ der 25. September. Was ist damit gemeint? Dass wir schneller Bäume fällen, als diese nachwachsen, den Böden schneller Nährstoffe entziehen, als neue sich dort ansammeln, die Fischgründe dezimieren usw. Um diese vielfach behauptete und beklagte Übernutzung der Natur mess- und anfassbar zu machen, hat der Schweizer Mathis Wackernagel Anfang der 90er-Jahre den „ökologischen Fußabdruck“ als Maß aller Dinge erfunden. Bereits 1986, so Wackernagel, habe die ökologische Überschuldung der Menschheit begonnen. Seitdem verbrauchten wir mehr Ressourcen, als die Erde hergebe. Seitdem sei der „overshoot“ kontinuierlich gewachsen, sodass heute die Nachfrage der Menschheit nach den Ressourcen des Planeten die regenerativen Kapazitäten um rund 30 Prozent übersteige. mehr

Sterben – staatlich geprüft

Von

Die Verwirklichung eines „Pseudorechtes auf den Tod“ bedeutet nicht mehr Freiheit, sondern eine ungebührliche Regulation des höchstpersönlichen Sterbeprozesses. mehr